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Jèrri, wie
Jersey auf Patois genannt wird ist zugleich die größte und mit
ca. 90.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste der Kanalinseln. Von
der südenglischen Küste ist sie ungefähr 60 km, vom französischen
Hafen Granville nur etwa 20 km entfernt. Das Jersey-Pound (Foto
rechts) entspricht in seinem Wert zwar exakt dem britischen Pfund, der Treasurer
of the States of Jersey hält jedoch jeweils 1,10 Pfund Sterling als
Sicherheit. Noch heute ist auf Jersey das aus dem „Norman French“ hervorgegangene
Jèrriais gebräuchlich, so dass die im
Jahr 2010 ausgegebenen Banknoten erstmals einen dreisprachigen Aufdruck
vorweisen. Während die Vorderseite ein englischen Text trägt, kann
man auf der Rückseite das französische „États de Jersey“
mit einer Wertangabe in Livres sowie auf Jèrriais die Wertangabe in
Louis lesen. Queen Elizabeth II. ist als Duke of Normandy (man beachte
die männliche Form) Staatsoberhaupt. Der rote Wappenschild mit drei
goldenen Leoparden, der auch die heutigen Kfz.-Kennzeichen (Foto links)
ziert, wurde vom englischen König Richard I. Löwenherz
eingeführt. Nachdem die Normandie 1204 unter die Herrschaft
des französischen Königs gelangte, wurden dort die heraldischen
Leoparden auf zwei reduziert.
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Zwei Plaketten an einer
Hafenmauer der Hauptstadt Saint Helier/St Hélyi (Foto links)
erinnern an die Zeit, in der die Inseln von der Wehrmacht besetzt waren.
Sie begann am 1. Juli 1940 und und sollte – da die Inseln bei der
Landung alliierter Truppen in der Normandie nicht betroffen waren - erst
nach der deutschen Kapitulation am 9. Mai 1945 enden. Am Kai wehen
nebeneinander (v.r.n.l.) die Flaggen Jerseys, Madeiras, die Handelsflagge
des United Kingdom (Red Ensign), ??? und Cornwalls.
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Im Maritime Museum
an der New North Quay in St. Helier (Foto links) sind in der Occupation
Tapestry Ausstellung zwölf handgeknüpfte Wandteppiche zu sehen,
die von den Inselbewohnern zur Feier des 50. Jahrestages der Befreiung angefertigt
wurden. Zum selben Anlass
wurde am zentralen Punkt der Feierlichkeiten, dem Liberation Square
eine Bronzeskulptur aufgestellt (Foto rechts)
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Mit dem Bus der Linie
8 erreicht man von der Liberation Station den Plemont Beach
innerhalb einer halben Stunde. Vorsicht Linksverkehr!
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In der Nähe des Plemont
Beach befindet sich die Ruine des Grosnez Castle das um 1330 von Sir
John des Roches errichtet worden war. In den Jahren 1373 und 1381 wurde die
kleine Burg von französischen Truppen erobert und wahrscheinlich 1461-1468
während der französischen Besatzungszeit zerstört, so dass
heute nur Reste des einstigen Torhauses und einige Mauern zu sehen sind (Foto
links). Die Fussgängerzone in Saint Helier wird von vielen Touristen
zu Shopping-Touren genutzt. Die Preise sind jedoch aufgrund des Wechselkurses
für Euro-Kunden nicht gerade günstig!
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Einen Überblick über
die Geschichte Jerseys - von der Entstehung der Insel bis zur heutigen Zeit
- erhält man im
Jersey Museum and Art Gallery
, das bereits zweimal als bestes Museum Großbritanniens
ausgezeichnet wurde (Foto links). Eine Zeichnung im Museum zeigt die Inselbewohner,
ihre Berufe und Beschäftigungen im Wandel der Jahrhunderte (Foto
rechts).
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Die Uhr am Giebel
des schmalen Museums Greenwich Mean Time (Westeuropäische Zeit),
d. h. eine Stunde vor der MEZ (Foto links). Sitzstatue des, der auch nach
dem Verlust der Normandie an die französische Krone für die Kanalinseln
den Titel Duke of Normandy behielt (Foto Mitte). Modell einer Bunkeranlage
aus der Zeit der deutschen Besatzung (Foto rechts).
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Ein christlicher Grabstein
aus dem 6. Jahrhundert, der in St. Lawrence gefunden wurde. Ursprünglich
Teil einer römischen Säule wurde er im 8. nachchristlichen Jahrhundert
ein weiteres Mal als Grabstein verwendet (Foto links). Gebiete unter normannischer
Kontrolle im 10./11 Jahrhundert.
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Sichergestelltes Schmugglergut
(Foto links). Im Jahre 1836 wurde eine Tretmühle errichtet, in
der bis zu zwölf Sträflinge beschäftigt wurden.
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| Eine Steinplatte mit Gefangenen-Graffities
(Foto links). Zwei Hefte erinnern an die Fussballweltmeisterschaft
von 1966 (Foto rechts). |
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Das Sueur Monument
in der Broad Street, der alten High Street (Foto links). Ein Bankgebäude
im Neogotischen Stil (Foto Mitte). Les crapauds ist der traditionelle
Spitzname für die Bewohner Jerseys, da es auf der Insel - anders als
auf Guernsey - Schlangen und Kröten gibt (Foto rechts).
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Ein Blick in das Parlament
"The States of Jersey" (Foto links). Das von der
Liberation Brewery
hergestellte Ale (4%) ist relativ teuer und nicht
sehr
schmackhaft, was vermutliche auf eine niedrige Wasserqualität zurückzuführen
ist.
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